Die höchstgelegenen Feriendörfer der Alpen, imposante Bergwelten und insgesamt rund 2.200 Pistenkilometer – das ist Graubünden. Der Schweizer Kanton kann sowohl mit weltberühmten Skiorten wie St. Moritz oder Davos Klosters als auch mit gemütlichen kleinen Bergdörfern aufwarten und bietet damit zahlreiche Highlights für Winterurlauber mit unterschiedlichsten Ansprüchen. Skigebiete-Test.de hat Graubündens Skigebiete getestet und stellt die zehn besten Wintersportregionen des Kantons vor.
Skigebiet: Engadin St. Moritz

Die Wintersportregion Engadin St. Moritz vereint mehrere eigenständige Skigebiete, die jeweils einen eigenen Charakter besitzen. Auf der Corviglia stehen gepflegte Pisten und breite Hänge im Mittelpunkt, die besonders von fortgeschrittenen Skifahrern geschätzt werden. Am Corvatsch finden Wintersportler dank der höheren Lage und verschiedener Variantenabfahrten zusätzliche Optionen, darunter auch Möglichkeiten für Freerider. Ergänzt wird das Angebot durch eine moderne Infrastruktur sowie eine Schneelage, die in der Regel über die gesamte Saison hinweg stabil bleibt.
Unser Fazit: Engadin St. Moritz bietet eine ausgewogene Mischung aus sportlichen Pisten und zuverlässigen Bedingungen, ideal für alle, die ein vielseitiges Gebiet in Graubünden suchen.
Skigebiet: Laax
Laax zählt gemeinsam mit Flims und Falera zu den größten Skigebieten in Graubünden, rund 224 Pistenkilometer warten hier auf die Wintersportler. Die Region bietet ein breites Spektrum an Pisten und ist besonders für ihr Freestyle-Angebot bekannt: Vier Snowparks und eine große Halfpipe machen Laax zu einem wichtigen Anziehungspunkt für Snowboarder und Freestyle-Athleten. Darüber hinaus finden Skifahrer unterschiedlichster Niveaus abwechslungsreiche Abfahrten, die durch moderne Anlagen gut erschlossen sind. Auch in puncto Schneesicherheit präsentiert sich das Gebiet meist verlässlich.
Unser Fazit: Laax überzeugt mit einer klaren Ausrichtung auf Freestyle, ohne klassische Skifahrer zu vernachlässigen, ein vielseitiges Gebiet mit zeitgemäßer Infrastruktur.
Skigebiet: Samnaun
Samnaun liegt am östlichen Rand Graubündens und ist durch Lifte und Pisten direkt mit dem Tiroler Skigebiet Ischgl verbunden. So entsteht ein weitläufiges Wintersportareal mit 239 Pistenkilometern und unterschiedlichsten Abfahrten, das von Einsteigerstrecken bis zu anspruchsvolleren Passagen reicht. Die Höhenlage sorgt in vielen Wintern für gute Schneeverhältnisse, und die modernen Liftanlagen gewährleisten einen durchgängigen Zugang zu den Teilgebieten. Neben dem sportlichen Angebot bietet Samnaun zudem eine besondere Situation als zollfreie Region, die den Ort seit Jahren prägt.
Durch die Verbindung zum österreichischen Party-Mekka Ischgl ist Samnaun der Hotspot für alle Feierwütigen in der Schweiz und konnte so die volle Punktzahl in der Kategorie Après-Ski einfahren.
Unser Fazit: Samnaun punktet durch seine grenzüberschreitende Skiverbindung, abwechslungsreiche Pisten und eine stabile Schneelage, ein Gebiet mit breitem sportlichem Nutzen.
Skigebiet: Arosa Lenzerheide
Arosa Lenzerheide umfasst 225 Pistenkilometer, die seit der Verbindung beider Regionen ein geschlossenes, gut verknüpftes Skigebiet ergeben. Während Arosa häufig mit stabiler Schneelage und einer landschaftlich reizvollen Höhenlage punktet, bietet Lenzerheide zahlreiche familienfreundliche Bereiche. Besonders auffällig sind die fünf Kinderparks, die jungen Skifahrern einen sicheren Einstieg ermöglichen. Die breite Auswahl an Abfahrten macht die Region für Tagesgäste und Urlauber gleichermaßen interessant.
Unser Fazit: Ein harmonisch zusammengeschlossenes Gebiet, das sowohl Familien als auch ambitionierte Skifahrer anspricht.
Skigebiet: Davos Klosters
Davos Klosters zählt mit rund 320 Pistenkilometern zu den größten Wintersportregionen Graubündens. Die sechs Teilgebiete bieten sehr unterschiedliche Geländeformen, von sonnigen Genussabfahrten bis zu sportlichen Nordhängen. Die Region ist zudem für ihre verlässliche Schneelage und die präzise Pistenpräparierung bekannt. Zwei Funparks erweitern das Angebot um Möglichkeiten für Snowboarder und Freestyle-Fahrer, die das Gebiet regelmäßig nutzen.
Unser Fazit: Ein weitläufiges Skigebiet mit klarer Struktur und vielen Optionen, ideal für Wintersportler, die viel Terrain erkunden möchten.
Skigebiet: Savognin
Das Skigebiet Savognin bietet 70 Pistenkilometer, die überwiegend für lange und flüssige Abfahrten ausgelegt sind. Die breiten Hänge bieten ausreichend Platz, was besonders fortgeschrittene Wintersportler zu schätzen wissen. Gleichzeitig gibt es mehrere Übungsbereiche, die Anfängern den Einstieg erleichtern. Die Kombination aus solider Schneelage und ruhigeren Pisten schafft ein angenehmes Umfeld abseits der Trubelzentren.
Tester Martin Bauer berichtet: „Savognin bietet Skifahrern reichlich Abwechslung. Zudem macht die traumhafte Aussicht einen Skitag perfekt.“
Unser Fazit: Savognin eignet sich hervorragend für Skifahrer, die weite Hänge und ein eher entspanntes Skierlebnis bevorzugen.
Skigebiet: Brigels Waltensburg Andiast
Brigels Waltensburg Andiast liegt auf einem Hochplateau und verfügt über rund 40–50 Pistenkilometer. Charakteristisch sind die offenen Hänge und die meist sonnige Lage des Gebiets. Durch die Übersichtlichkeit und die breite Pistenführung entsteht ein angenehmes Fahrgefühl, das sowohl Einsteiger als auch Routiniers anspricht. Darüber hinaus sind die Wintersportanlagen modernisiert und bieten kurze Wartezeiten an den Liften.
Unser Fazit: Ein ruhiges, gut strukturiertes Gebiet mit freundlichem Charakter, besonders attraktiv für alle, die breite Hänge und viel Platz suchen.
Skigebiet: Scuol-Motta Naluns

Scuol – Motta Naluns umfasst rund 75 Pistenkilometer und zeichnet sich durch seine übersichtliche Geländeform aus. Viele Abfahrten verlaufen gleichmäßig und weniger steil, was Familien und Genussfahrer entlastet. Ergänzend zum Pistennetz bieten Rodelbahnen, Winterwanderwege und Airboarding-Flächen zusätzliche Freizeitmöglichkeiten. In Kombination mit dem ruhigen Ortsbild entsteht ein Wintersportziel, das bewusst abseits der großen Zentren bleibt. Damit ist Scuol ein Tipp für alle, die ein eher ruhiges, beschauliches Skigebiet den großen Skizentren der Alpen vorziehen.
Unser Fazit: Scuol ist eine geeignete Adresse für Gäste, die ein ruhiges und unkompliziertes Skigebiet bevorzugen.
Skigebiet: Disentis

Disentis bietet 60 Pistenkilometer und zeichnet sich durch sein abwechslungsreiches, natürlich gewachsenes Gelände aus. Die Abfahrten reichen bis auf 2.833 Meter Höhe, was nicht nur für eine lange Schneesaison sorgt, sondern auch viele Variantenabfahrten ermöglicht. Besonders Freerider finden hier spannende Off-Piste-Möglichkeiten, die, bei passenden Bedingungen, zu den anspruchsvolleren im Kanton zählen. Gleichzeitig stehen im markierten Pistennetz mehrere sportliche Strecken zur Verfügung, die fortgeschrittene Fahrer ansprechen. Die Lage am Oberalppass verleiht dem Gebiet ein alpines Ambiente mit weiten Ausblicken und ruhigen Teilbereichen.
Unser Fazit: Disentis eignet sich besonders für Freerider und geübte Skifahrer, die ein natürliches Gelände und vielfältige Varianten suchen.
Skigebiet: Obersaxen Mundaun
Mit 120 Pistenkilometern zählt Obersaxen Mundaun zu den größeren Gebieten der Region. Charakteristisch sind die sonnigen Lagen, die zahlreichen breiten Abfahrten und die angenehme Geländeform, die vor allem Familien und Carver schätzen. Trotz seiner Größe gehört das Gebiet außerhalb der Schweiz noch zu den weniger bekannten Destinationen, was sich positiv auf die Verteilung der Wintersportler auswirkt.
Florian Weis von SnowOnline.de: „Hier in Deutschland kennen Obersaxen die Wenigsten. Dabei zeigt das Skigebiet großes Potenzial, zu den bekannten Wintersportregionen Graubündens aufzuschließen.“
Unser Fazit: Ein weitläufiges Skigebiet mit viel Platz und konstant guten Bedingungen, besonders geeignet für Familien und Genussfahrer.
Fazit
Graubünden bietet für alle Anforderungen das richtige Skigebiet. Während Snowboarder in Laax oder Davos Klosters unterwegs sind, genießen Familien einen entspannten Winterurlaub in Arosa Lenzerheide, Scuol oder Obersaxen Mundaun. Zudem gewährleisten die Graubündener Skigebiete durch ihre besonderen Höhenlagen Schneesicherheit bis in den Frühling hinein.











